Das Augenlid

Anatomie der Augenlider

Augen Als Augenlider bezeichnet man den "Deckel" der Augen. Die Lider verteilen bei jedem Lidschlag Tränenflüssigkeit. Die Lider reinigen dabei die Hornhaut und benetzen sie, damit diese sauber bleibt. Zusätzlich schützen die geschlossenen Lider das Auge vor mechanischen Einflüssen (Lidschlussreflex).
Querschnitt Augenlid Die Lider bestehen außen aus Körperhaut, die mit ca. 5 mm am Lid sehr dünn ist. Am Lidrand sitzen die Wimpern (Cilia). Um die Wimpern gibt es mehrere Drüsen. Die Drüsen bilden die sogenannte "Augenbutter", ein Sekret das ein Überlaufen der Tränenflüssigkeit über die Lidkante verhindert. Die am Morgen meist eingetrockneten gelblichen Sekretreste im inneren Lidwinkel reibt man sich als "Schlaf" aus den Augen. Infektionen der Drüsen können zu einem Gerstenkorn (Hordeulum externum - Zeiss- u. Moll-Drüsen, Hordeulum internum - Meibom-Drüsen) führen. Granulierende Entzündungen der Meibom-Drüsen werden als Hagelkorn (Chalazion) bezeichnet. Die Mittelschicht besteht aus dichtem Bindegewebe. Sie bildet die Lidplatte (Tarsus). In die Mittelschicht ist glatte Muskulatur eingebettet (Musculus tarsalis). Die Nickhaut ist von einem Knorpel gestützt. Die Hinterseite der Augenlider ist von der Bindehaut überzogen.
Augenlid am Schaedel fixiert Es gibt ein oberes (Palpebra superior) und ein unteres Augenlid (Palpebra inferior). Zwischen beiden befindet sich die Lidspalte (Rima palpebrarum). Beide Augenlider stoßen an den Seiten im Lidwinkel (Angulus oculi oder Canthus) zusammen. Die Augenlider sind auf der Innenseite von der Bindehaut (Konjunktiva) überzogen.
Augenlid und Traenenkanal In der Tränendrüse über dem Auge wird die Tränenflüssigkeit produziert. Das Auge wird feucht gehalten, kleine Fremdkörper werden weggespült und Krankheitskeime unschädlich gemacht. Tränenflüssigkeit enthält einen Infektionsschutz, ein Enzym, das Bakterien hemmt. Über die Tränenpünktchen und den Tränensack läuft die Träne dann ab in die Nase. Daher kommt es, dass beim Weinen auch die Nase läuft.