Das Fettgewebe

Anatomie des Fettgewebes

Adipozyten Das Fettgewebe ist eine an verschiedenen Stellen des Körpers auftretende Form des Bindegewebes, die aus Fettzellen (Adipozyten) aufgebaut ist. Grundsätzliche Aufgabe der Fettzelle ist es, in ihrem Zellleib Fett zu speichern und auch wieder freigeben zu können. Man unterscheidet zwei Formen des Fettgewebes mit unterschiedlichen Funktionen, das weiße und das braune Fettgewebe.
Fettinjektion Wenn man von Fettgewebe im menschlichen Körper spricht, so ist fast immer das weiße Fettgewebe gemeint, da es sehr viel häufiger als das braune Fettgewebe vorkommt. Einzelne oder Gruppen von Fettzellen können fast überall im Körper eingelagert ins lockere Bindegewebe vorkommen. Im eigentlichen Fettgewebe in bestimmten Körperregionen dagegen sind zahlreiche Fettzellen durch Bindegewebe in Läppchen zusammengefasst. Fettgewebe ist immer gut mit Blutgefäßen versorgt.
Die Haut

Adipozyten (Fettzellen) nehmen Fettsäuren aus dem Blut auf und synthetisieren mit Glycerin aus ihrem Stoffwechsel die Lipide, die in der Zelle gespeichert werden (Lipogenese). Bei Bedarf können die Lipide wieder in ihre Bausteine gespalten (Lipolyse) und an das Blut abgegeben werden, so dass andere Zellen sie zur Energiegewinnung nutzen können. Beide Vorgänge, Lipogenese und Lipolyse, werden unter anderem durch die Hormone Insulin und Adrenalin beeinflusst. Eine Veränderung der gespeicherten Fettmenge geschieht hauptsächlich durch die Vergrößerung der gespeicherten Menge in der einzelnen Zelle. Es können sich aber wohl auch neue Fettzellen aus Stammzellen bilden.


Einzelne oder Gruppen von Fettzellen können fast überall im Körper eingelagert ins lockere Bindegewebe vorkommen. Im eigentlichen Fettgewebe in bestimmten Körperregionen dagegen sind zahlreiche Fettzellen durch Bindegewebe in Läppchen zusammengefasst. Fettgewebe ist immer gut mit Blutgefäßen versorgt. Das weiße Fettgewebe erfüllt drei verschiedene Funktionen:
  • Speicher- oder Depotfett: Lipide sind energiereiche Verbindungen. Durch den hohen Fettanteil des Körpers hat der Mensch Reserven, um monatelang ohne Nahrungszufuhr auszukommen. Je nach Geschlecht und Ernährungszustand kommen wir beim Depotfett auf 10% (Sportler, extrem schlanke Menschen), über 25% (Normalgewicht) bis weit über 50% (fettleibige Menschen) des Körpergewichtes. Die Funktion als Depotfett erfüllt vor allem das Fettgewebe in der Unterhaut (Subkutis), hier hauptsächlich am Bauch und den Gesäßbacken (ausgeprägte Fettdepots), und am Bauchfell.
  • Isolierfett: Da Fett ein schlechterer Wärmeleiter als andere Gewebe darstellt, schützt vor allem auch das Fett (Speckschicht) in der Unterhaut (Subkutis: subkutanes Fett) vor zu schnellem Wärmeverlust.
  • Baufett: Fettgewebe dient an bestimmten Stellen auch als mechanischer Schutz in Form eines druckelastischen Polsters (Fettpolster), so unter der Fußsohle, an Gelenken und Gesäß, sowie als Organlager, so im Nierenlager, bei den Herzkranzgefäßen und unter dem Augapfel. Das Baufett wird im Falle des Nahrungsmangels immer als letzte Reserve mobilisert, hierher rühren die tiefen, eingefallenen Augen von Menschen bei Hungerkatastrophen.
Nur ganz wenige Körperstellen sind fettfrei (Hand- und Fußrücken, Scrotum, Ohrmuschel). Besonders ausgeprägte Fettdepots befinden sich als mehrere Zentimeter dicke Speckschicht am Bauch und an den Gesäßbacken. Die Dicke des Bauches, sowie Form, Größe und Gewicht der Gesäßbacken werden dabei im wesentlichen durch die Menge des eingelagerten Fettes (Mastfett) bestimmt, hängen also vom Ernährungszustand ab.

Beim Menschen gibt es verschiedene Zonen, wo sich Fett am beliebtesten ansammelt. So ist das bei Frauen die Brust, der Bauch (vorne und auch seitlich), die Innenseite der Schenkel, das Gesäss und die untere Seite des Oberarms, Bei Männern vor allem Bauch und Gesäss.