Anatomie des Ohres
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Das Ohr (lat. auris) ist ein Sinnesorgan, ein Sensor, mit dem akustische Signale, also Schall, Töne, Geräusche als dem normalen Luftdruck überlagerter Schallwechseldruck wahrgenommen werden. Viele Tiere haben Ohren, Aufbau und Platzierung der Ohren sind bei den verschiedenen Arten jedoch ganz unterschiedlich. Der Hörbereich (Hörzone) des menschlichen Ohrs reicht von etwa 16 Hertz bis maximal 20.000 Hertz im Alter von 2-5 Jahren, wobei im Alter das Hörvermögen für hohe Frequenzen nachlässt. Die Wahrnehmung von akustischen Signalen wird wesentlich davon bestimmt, wie Schallschwingungen auf ihrem Weg vom Außenohr über das Mittelohr hin zu den Nervenzellen des Innenohrs jeweils umgeformt und verarbeitet werden. Das menschliche Gehör kann akustische Ereignisse nur innerhalb eines bestimmten Frequenz- und Schalldruckpegelbereichs wahrnehmen. |
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Das Außenohr umfasst die Ohrmuschel, das Ohrläppchen und den äußeren Gehörgang. Es dient in erster Linie dem Einfang des Schalls und in zweiter Linie der richtungs- und frequenzabhängigen Filterung. Beim Menschen stellt das Außenohr und hierbei insbesondere die Ohrmuschel ein richtungsselektives Filter dar, dass zur Lokalisation von Schallquellen in der Medianebene genutzt wird. Es werden richtungsspezifisch Maxima und Minima im Frequenzgang des Ohres erzeugt. Durch die Auswertung dieser Maxima und Minima im Spektrum des Schallsignals kann das Gehör unterscheiden, ob Schall von vorne, hinten, oben oder unten kommt. Zwischen der Hörschwelle und der Schmerzschwelle liegt die Hörfläche. Die Empfindlichkeit des Ohrs ist außerordentlich. Aber ebenso die Toleranz gegenüber Lärm. Die Schallleistung, die das menschliche Gehör aufnimmt, ist äußerst gering. Das Ohr braucht eine zehntel Sekunde, um ein Signal in Nervenimpulse umzusetzen |
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Zum Mittelohr gehört das Trommelfell und die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel). Die eustachische Röhre, auch Tube genannt, verbindet Mittelohr und Nasenrachenraum. Im Mittelohr findet eine mechanische Impedanzwandlung statt, die eine optimale Übertragung des Signals vom Außenohr zum Innenohr ermöglicht. Beim Schlucken wird durch Muskelspannung auch gleichzeitig das Mittelohr durchlüftet und Luftdruckunterschiede können ausgeglichen werden. |
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Das Innenohr besteht aus der Gehörschnecke, in der der Schall in Nervenimpulse umgesetzt wird, und dem Labyrinth, das als Gleichgewichtsorgan dient. Gehörschnecke und Labyrinth sind ähnlich gebaut: Beide sind mit einer Flüssigkeit (Endolymphe) gefüllt und besitzen Haarzellen, bei denen feine Härchen in die Flüssigkeit reichen. Durch Bewegungen der Flüssigkeit werden die Härchen gebogen und lösen dabei Nervenimpulse aus. |
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