Bakterien in der Mundh?hle
Bakterien in der Mundhöhle |
| Die keimfreie Mundhöhle |
 Streptococcus |
Zum Zeitpunkt der Geburt besitzt das Baby noch eine völlig keimfreie Mundhöhle. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass die Keime durch die Mutter (z. B. direkt über Küsse oder indirekt per abgelecktem Schnuller), aber auch durch den Vater und sonstige Bezugspersonen (Geschwister, Spielkameraden) in die Mundhöhle des Kindes gelangen. Natürlich können Keime auch über alles, was das Kind in den Mund steckt, den Weg die Mundhöhle finden. Streptococcus mutans (eine Kugelbakterie, siehe Abbildung), der Hauptkariesverursacher der Karies benötigt zur Besiedelung eine feste Unterlage. Deshalb kann er sich in der kindlichen Mundhöhle erst nach dem Zahndurchbruch einnisten. |
| Übertragung von Bakterien |
 Mundhöhle |
Die Zeit des größten Risikos, Karies verursachende (kariogene) Bakterien auf das Kind zu übertragen, sind die ersten vier Lebensjahre. Während dieser Zeit bildet sich ein relativ stabiles Gleichgewicht an Keimen aus, in das später neue Keimarten nur noch selten Einlass finden: Wurden in den ersten vier Lebensjahren nur wenig Karies verursachende Keime übertragen, besteht lebenslang eine geringere Kariesneigung. Leider sind nicht alle werdende Mütter über diese Zusammenhänge informiert. Sie wissen deshalb auch nicht, wie sehr ihr Kind davon profitieren würde, wenn sie selbst saubere und gesunde Mundverhältnisse hätten. Viele Schwangeren suchen selbst dann keinen Zahnarzt auf, wenn sie bei sich vermehrtes Zahnfleischbluten oder Entzündungen feststellen. |
| Kariogene Bakterien |
 Lactobacillus |
In einer andauernd sauren Mundhöhle stellen viele Bakterienarten ihr Wachstum, ihre Vermehrung und ihren Stoffwechsel ein, und es überleben nur noch die säure-unempfindlichen Bakterien. Sie vermehren sich und können erst noch durch wiederholten Zuckerabbau erneut Säure produzieren, was eine zusätzliche Absenkung des pH-Wertes im Mund bedeutet. Diese säure-unempfindlichen Bakterien sind die Mutans Streptokokken und die Laktobazillen. Mit dem Durchbruch des ersten Milchzahnes erhalten diese Bakterien eine neue stabile Oberfläche im Mund, an der sie sich anhaften können. |
| Statistik |
 Der Zahnbelag |
Wusten Sie, dass... • Verschiedene Bakterienarten in der Mundhöhle: 300-400 • Bakterienanzahl in der Mundhöhle: 1 - 5 Billionen (!) • Durchschnittlich jährlicher Zahnbürstenverbrauch pro Kopf: 1,86 • Anteil an Personen, die sich einmal pro Tag die Zähne putzen: 34,12% • Anteil an Personen, die sich zweimail pro Tag die Zähne putzen: 38,18% • Anteil an Personen, die sich dreimal pro Tag die Zähne putzen: 10,59%
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