| Ablauf der Behandlung |
- Zuerst wird eine Dentalhygiene durchgeführt: Zahnsteinentfernung mit Sandstrahl
- Zur allgemeinen Untersuchung zählt hauptsächlich die röntgenologische Untersuchung. Hier wird auch festgestellt, ob der Patient genügend Knochen für die Operation hat. Am Oberkiefer wird die Entfernung bis zum Sinus gemessen, am Unterkiefer die Entfernung bis zum Nervenkanal.
- Als nächster Schritt gilt das Einsetzen der Implantate. Wichtig ist, dass das voraussetzt, dass die Zähne des Patienten bereits gezogen sind und somit der Knochen geheilt ist (dauert mindestens 2 Monate nach dem Zahnziehen für die Knochenrestrukturierung). Wenn dies nicht der Fall ist, müssen die Zähne des Patienten gezogen werden und es muss eine Heilungspause von etwa 2 Monaten gemacht werden. Wenn der Knochen schon geheilt ist, folgt das Einsetzen der Implantate. Es wird eine Bohrung gemacht, damit das Implantat eingesetzt werden kann. Nerven, Adern werden hierbei berücksichtigt. Die Nähte lösen sich nach einigen Tagen selbst auf.
- Das eingesetzte Implantat muss mit dem Kieferknochen des Patienten zusammenwachsen, oder präziser: der Knochen muss in das Gewinde der Titanschraube einwachsen, was mindestens 3 Monate Zeit braucht. Als Option wird dem Patienten das Einsetzen einer provisorischen Teilprothese offeriert.
- Nach der Heilungspause wird in lokaler Betäubung die Schleimhaut, die das Implantat bedeckt geöffnet, die Deckschraube wird entfernt, eine Heilungsschraube (Gingivaformer) wird eingesetzt, was der Patient einige Tage lang tragen muss. Danach wird ein Stumpf (der Aufbau) aufgesetzt, auf welches später die Krone befestigt wird.
- Der provisorische Zahnersatz wird entfernt (wenn der Patient solch eine trägt) und es wird ein festsitzender Zahnersatz (in dieser Offerte eine 3 gliedrige Brücke) gefertigt und eingesetzt. Der Patient sollte die Brücke mindestens 24 Stunden lang noch ausprobieren, damit beissen und kauen, damit eventuelle Frühkontakte nachgeschliffen werden können. Der Eingriff ist somit abgeschlossen.
|
| Fragen |
| Warum muss man 3 Monate nach der Implantation warten? |
| Nachdem die Implantate in Ihr Kieferknochen eingesetzt werden, muss der Knochen in das Implantat einwachsen (siehe oben). |
| Inwiefern ändert sich die Dauer der Behandlung mit einer Zahnextraktion? |
| Wenn ein Zahn gezogen wird, wächst in die Lücke Knochen (Knochenrestrukturierung). Dies dauert mindestens 2 Monate bis es fertig ist. Sie müssen dann nach dieser Heilungszeit wieder kommen, und erst dann kann implantiert werden. Siehe auch Anatomie der Zähne oder Anatomie des Kiefers. |
| Warum werden zwei Röntgenaufnahmen gemacht? |
| Die erste Röntgenaufnahme wird weiter unten erklärt. Die zweite Röntgenaufnahme muss gemacht werden, damit sichergestellt wird, dass der Knochen in das Implantat eingewachsen ist. Implantate sind aus Titan, weil Titan ein Stoff ist, auf welches noch keine Allergie aufgezeigt wurde, sollte der Körper das Implantat nicht ausstossen. |
| Was ist eine Panorama Röntgenaufnahme mit Gebissschablon? |
| Eine Panorama Röntgenaufnahme mit Gebissschablon und Messkugeln werden für die Messungen gebraucht. Hierbei wird der Knochen des Unter/Oberkiefers gemessen, damit das breiteste und längste Implantat für den jeweiligen Patient ausgerechnet werden kann. Dies ist wichtig, damit der Knochen in das Implantat einwächst und so stabil wie möglich ist! |
| Warum ist ein Implantat so teuer? |
| Das Implantat ist zwar nur eine Titanschraube, der Preis beinhaltet aber auch die ständige Weiterentwicklung dieser und die Zusatzkomponenten eines Implantates. Ein Implantat besteht etwa aus 8-10 Komponenten, wovon der Zahnarzt etwa 5-6 und der Zahntechniker 3-4 braucht. |