Zahnbleichen

Was ist Bleaching ?


Das Zahnbleich-Gel mit 37% Carbamidperoxid

Das Zahnbleichen entstand als Nebenprodukt einer ganz anderen Behandlung: der Parodontaltherapie Bei der Behandlung von Zahnfleischentzündungen werden unter anderem bakterienabtötende Mittel verwendet. Das Carbamidperoxyd-Gel setzt aktiven Sauerstoff in den Zahnfleischtaschen frei, der Bakterien beseitigt. Als Nebenwirkung dieser Behandlung sind die Zähne weisser geworden. Das Zahnbleichen empfiehlt sich immer dann, wenn die Zähne durch eine gründliche Belagsentfernung und Politur nicht heller oder fleckfrei werden.

Warum verfärben sich die Zähne?

  • Es gibt Innere und Aussere Zahnverfärbungen
  • Innere Zahnverfärbungen können bereits im Kindesalter entstehen: Sowohl Allgemeinerkrankungen als auch Zahnbildungsstörungen sowie unerwünschte Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, die Kindern während ihrer Zahnentwicklung zur Behandlung von Infektionskrankheiten verabreicht wurden, können Zahnverfärbungen verursachen
  • Farbveränderungen der Zähne können durch Einlagerung von Blutabbauprodukten infolge eines Schlages oder Stosses auf den Zahn auftreten. Auch nach einer Wurzelkanalbehandlung kann ein Zahn nachdunkeln
  • Bestimmte Nahrungsmittel und Getränke, Rauchen und manche Medikamente können die ungewollten Verfärbungen der Zähne verursachen. Sie lassen sich in den meisten Fällen durch eine mehrmalige professionelle Zahnreinigung entfernen
  • Auch mit zunehmendem Alter werden die Zähne dunkler

Wirkungsprinzip

Das Carbamazin dringt in die Zahnsubstanz ein und oxidiert (verbrennt), die Farbstoffe, die Zähne werden aufgehellt. Fazit: Zahnbleichen und die dazu verwendeten Materialien (nach derzeitigem Wissensstand), sind als unbedenklich einzustufen. Rahmenbedingungen Bevor die Zähne gebleicht werden, stellt der Zahnarzt erst einmal die Ursache der Verfärbung fest. Denn dieser ästhetische Mangel lässt sich leider auch heute noch nicht in jedem Fall beheben.

  • Vorhandene Kunststoff-Füllungen werden nicht mitgebleicht. Diese bleiben matt nach der Behandlung
  • Die Kunststoff-Füllungen müssen dicht sein, damit die Bleichflüssigkeit nicht in die Tiefe eindringen kann
  • Bei Vorliegen von Parodontitis kann das Bleichmittel an den freiliegenden Zahnhälsen Schmerzen verursachen
  • Wurzelbehandelte Zähne erreichen manchmal nicht die gleiche Farbe wie die vitalen Nachbarzähne (bei denen wird gleichzeitig eine innere Bleichung gemacht, damit eine gleiche Farbe erreicht wird)
  • Nicht alle Arten von Verfärbungen lassen sich gleich gut bleichen

Es kann selten vorkommen, dass einige Patienten in dieser Zeit eine vermehrte Empfindlichkeit ihres Zahnhalses spüren; das ist eine harmlose Nebenerscheinung, die nach Beendigung der Therapie wieder von selbst verschwindet. "Scharfe" Zahnpasten haben manchmal auch so einen Effekt.Nach dem Bleichen können der regelmässige Konsum von bestimmten Nährungsmitteln und Getränken, Rauchen und manche Medikamente wieder die Verfärbungen der Zähne verursachen. Es empfiehlt sich das Zahnbleichen periodisch zu wiederholen. Der Patient sollte deswegen die Schiene zu Hause aufbewahren.

Das Bleichen Zuhause

Das American-Dental-Concept-Bleichverfahren (auch ADC genannt) "Take Home System" wird vom Patienten zuhause durchgeführt. Es handelt sich um ein schonendes, nicht invasives Verfahren.

  • Ergebnisse sind schon nach wenigen Anwendungen sichtbar
  • Eine Voruntersuchung ist notwendig, da nicht alle Zähne für das Bleichen geeignet sind (z.B. Porzellankronen)
  • Für jeden Patienten werden weiche, durchsichtige Gummischienen gefertigt, die genau sitzend nach dem Abdruck von Ober- und Unterkiefer angefertigt werden. Für acht bis zehn Nächte bekommt der Patient Bleichgel zu seinen Bleichschienen; dieses Bleichgel gibt man abends in die Bleichschienen und schiebt nach dem Zähneputzen die weichen Gummischienen, vor dem Schlafengehen, über die Zähne
  • Resten von Gels sollen sorgfälltig entfernt werden
  • Es ist wichtig, dass die aufgesetzte Schiene 8 Stunden lang ununterbrochen im Mund bleibt!
  • Über Nacht löst der Sauerstoff aus dem Bleichgel langsam und schonend die Farbstoffe und Ablagerungen aus den Zähnen. Die Bleichschienen behält der Patient nach dem Zahnbleichen, um die Behandlung nach längerer Zeit eventuell zu wiederholen. Die beschriebene Methode des Bleachings ist nur für vitale, daß heißt noch lebende und nicht wurzelbehandelte Zähne geeignet. Sollen einzelne wurzelbehandelte Zähne gebleicht werden, ist dies nur in der Praxis selbst möglich.

Blaues Gel zur Herstellung der Notwendigen Taschen in der Schiene. (s. die blauen Flecken auf dem fertigen Modell) Die Vakkumkammer während der Ansaugung des Gummiblattes auf dem eingesetzten Modell. Die Dunkelblaue Fläcken auf dem Zähnen bezwecken die Bildung der Taschen in der Schiene. Der Patient pumpt das Toothwhitening-Gel von der Syringe in die Schiene direkt in den Taschen!Bleichen von wurzelbehandelten ZähneDiese Methode des Bleichens wird vom Zahnarzt selbst durchgeführt. Voraussetzung für ein derartiges Verfahren ist, dass der Wurzelkanal des verfärbten Zahnes eine dichte Wurzelfüllung hat. Nach der Präparation eines Zahnzuganges und Ausräumung des verfärbten Dentins wird eine mit Bleichmitteln getränkte Wattekugel in den Zahn eingebracht und die Öffnung mit einer provisorischen Füllung verschlossen. Nach etwa zehn Tagen erfolgt eine Farbüberprüfung des betroffenen Zahnes und eine eventuelle Behandlungswiederholung. Nach dem Erreichen des gewünschten Helligkeitsgrades wird der Zahn mittels einer lichthärtenden zahnfarbenen Füllung wieder dauerhaft verschlossen.

Abschluss der Bleaching Behandlung


Ein Fluoridisierungsmittel als Zahnpasta

Zum Anschluss an jeder Zahnbleichung sollte eine Fluoridierung der betroffenen Zähne durchgeführt werden, um den Zähnen eventuell entzogene Mineralien wieder zuzuführen. Dies kann vom Patienten selbst gemacht werden. Dazu erhält der Pazient bei Swissdent die entsprechende Fluorpaste und dazu die nötigen Anweisungen. Warnung: Da die Patienten das Handwerkzeug zum Bleichen mit nach Hause bekommen, neigen einige Patienten dazu, die unauffällige Schiene tage- und nächtelang im Mund zu lassen. Der Wirkstoff im Gel ist ein starkes Oxidationsmittel, das mit der Zeit den Zahnschmelz angreift. Die Schienen sind also nur Vorschriftsgemäss zu tragen.

Zahnschmuck

Anschliessend kann man das Bleaching mit dem aufsetzen eines Zahnschmucks beenden!Die „Dazzler„ sind ungiftig und wurden von den Herstellern auf ihre Verträglichkeit hin geprüft. Es handelt sich in der Regel um eine hauchdünne hochkarätige Goldfolie, die auf die Zahnoberfläche geklebt wird. Zum Anbringen des Schmuckstücks wird die entsprechende Zahnoberfläche leicht poliert, ohne dadurch den Zahnschmelz zu beschädigen. Danach wird der „Dazzler“ angepaßt und mit einem Spezialkleber befestigt.

Ist einem die Lust an dem Blinker wieder vergangen, kann man ihn problemlos und spurlos entfernen lassen. Der Weg zum Glitzerzahn sollten Sie auf jeden Fall zum Ihrem Zahnarzt führen, ebenso wie die Wiederherstellung eines gesunden und funktionierenden Gebisses.